Diesmal nur ganz schnell eine kleine Installationsmitschrift von mir.
Es soll ein Webserver Hochverfügbar gemacht werden. Da dieser Webserver aber nicht viele Ressourcen benötigt, dafür aber schnell wieder da sein sollte, haben wir uns entschieden den Apache durchgehend laufen zu lassen und nur die virtuelle IP-Adresse zu schwenken.
Kurz der Überblick:
Der Cluster besteht aus 2 Knoten:
star.dos.local und wars.dos.local
Mein “normales” Netz ist 192.168.2.0/24 (eth0), der Interconnect hat das Netzwerk 10.0.0.0/24 (eth1). Hier die genauen IP-Adressen:
192.168.2.131 star star.dos.local 192.168.2.132 wars.dos.local wars 192.168.2.133 cluster.dos.local cluster 10.0.0.1 star-int star-int.dos.local 10.0.0.2 wars-int wars-int.dos.local
Kommen wir nur, nachdem alles richtig verkabelt wurde und die beiden Knoten sich über beide Interfaces erreichen können zu der Installation der Pakete (Dies muss natürlich auf beiden Knoten passieren):
rpm -Uvh http://download.fedora.redhat.com/pub/epel/5/x86_64/epel-release-5-4.noarch.rpm wget -O /etc/yum.repos.d/pacemaker.repo http://clusterlabs.org/rpm/epel-5/clusterlabs.repo
und natürlich das public-yum nicht vergessen. Die Installation geht ziemlich simpel:
yum install hearbeat
Nun kommen wir zur eigentlichen Konfiguration, die aus den Dateien ha.cf, haresources und authkeys (alle im Verzeichnis /etc/ha.d) besteht. Diese Dateien müssen angelegt werden, in meinem Szenario sieht es so aus: Bei der Angabe der nodes muss zwingend die Ausgabe von “uname -n” verwendet werden! Ich habe die Dateien alle auf dem ersten Knoten (star) angelegt und dann einfach auf den 2. kopiert.
/etc/ha.d/ha.cf
bcast eth1 keepalive 2 warntime 5 deadtime 10 node star.dos.local node wars.dos.local logfile /var/log/ha-log debugfile /var/log/ha-debug auto_failback on
/etc/ha.d/haresources:
star.dos.local 192.168.2.133
/etc/ha.d/authkeys:
auth 2 2 sha1 Superkalifragelistischexpialigetisch
Damit ist der Cluster auf star fertig konfiguriert. Kopieren wir nun die wichtigen Dateien auf den 2. Knoten:
scp /etc/ha.d/ha.cf root@wars:/etc/ha.d/. scp /etc/ha.d/haresources root@wars:/etc/ha.d/. scp /etc/ha.d/authkeys root@wars:/etc/ha.d/.
Nachdem auf beiden Knoten der heartbeat gestartet wurden mittels “/etc/init.d/heartbeat start” ist der Cluster funktionsfähig und die IP des Clusters sollte anpingbar sein.
